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nachdem
Sie ein Paket erhalten haben:
packen Sie die Pflanzen aus, laben sie mit Wasser – bitte durchdringend
– und lassen sie 1 bis 2 Tage im Schatten stehen, damit sie sich
akklimatisieren können. Erst dann pflanzen – die Kräuter werden es
Ihnen danken!
Sind
Kräuter schwierig zu kultivieren?
Nicht wirklich – sie wollen ja wachsen! Unpraktisch wäre es jedoch,
einen kleinen Thymian hinter einem 1,5 m hohen Liebstöckel zu verstecken.
Das arme Pflänzchen bekäme dann kein Licht mehr, was es unverzeihlich
finden würde! Also achten Sie auf die unterschiedlichen Höhen.
Können
Kräuter im Balkonkasten kultiviert werden?
Ja, selbstverständlich! Nur ist es ein Unterschied ob er fünf Liter
Erde beinhaltet und an der Brüstung hängen soll, oder 50 Liter und auf
der Erde steht. Entsprechend sollten die Pflanzen ausgewählt werden. Natürlich
sollten Sie
– wie im Freiland – auch auf die Lichtverhältnisse
achten. Aber wer wird denn auch eine typische Sumpfpflanze in die
pralle Sonne in knochentrockene Erde geben?! Grundsätzlich halte ich es für
praktisch, die Balkonkästen für einjährige Pflanzen zu reservieren. Natürlich
können auch winterharte Pflanzen in Kästen gesetzt werden. Für die Überwinterung
bedarf es dann aber einiger Aufmerksamkeit.
Wann
ist Pflanzzeit?
Prinzipiell immer – es sei denn, es wäre Frost im Boden (wir wollen ja
nicht mit dem Preßlufthammer Löcher graben, oder?). Die unempfindlichen Kräuter
dürfen im früheren Frühjahr schon in die Erde.
Empfindlichere einjährige, wie Kapuziner-Kresse, oder die nicht
frostfesten mehrjährigen warten bis nach den Eisheiligen.
Selbstverständlich
kann auch im Sommer gepflanzt werden! Die Pflanzen haben ja Wurzelballen
in ausreichender Größe und halten schon einiges aus, wenn Sie in der
Phase des Anwachsens das Gießen nicht vergessen. Und im Herbst?
Für mich ist das die bevorzugte Pflanzzeit
für winterharte Kräuter, denn: ich habe mit ausgewachsenen Pflanzen zu
tun, die ich nicht erst vorsichtig an ungefiltertes Sonnenlicht gewöhnen
muß. Sie überwintern im Boden viel besser als in Töpfen, wurzeln schon
ein, und bekommen somit in Frühjahr einen "Schnellstart", weil
die ersten Sonnenstrahlen schon den gewünschten Wachstums-Impuls geben.
Dann wachsen sie sogar schneller, als die Schnecken fressen können!
Woher
weiß ich, ob eine Pflanze lieber im Schatten oder in der Sonne steht?
Nur keine Panik – die meisten vertragen ein gutes
Mittelmaß! Den
typischen Sonnenkindern sieht man ihren bevorzugten Standort meistens an
– sie haben entweder kleine Nadeln oder kleine Blätter um die
Verdunstung einzuschränken,
oder eine besondere Behaarung, die sie schützt – z.B. Rosmarin,
Thymian, Lavendel und Salbei.
Pflanzen mit großen Blättern verdunsten dementsprechend viel Wasser und
mögen es dann schattiger. Da es Ausnahmen gibt: im Zweifel einfach
nachfragen!
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